Programme entstehen nur in Zuständen bzw. Situationen von Hilflosigkeit, also in Situationen, in denen wir nicht voll handlungsfähig waren, in denen unser Bewusstsein eingetrübt war oder als Folge einer Überladung (wenn mehr als sieben Informationsquellen gleichzeitig wahrgenommen werden). Da assoziative Prozesse ständig in uns ablaufen (es gehen uns ständig Gedanken durch den Kopf, wir nehmen Eindrücke auf und stehen mit anderen in Dialog) kann es zu jeder Zeit geschehen, dass negative Programme die unsere Fähigkeiten beschränken aktiviert werden. Noch schlimmer ist es, wenn wir etwas tun wollen das direkt mit einem negativen Programm verbunden ist. Schon der Gedanke an eine uns belastende Situation (z.B. an eine Prüfung) löst bei manchen ein negatives, altes Programm aus. Der Betroffene fühlt schon vor der Prüfung Nervosität und Angst, sein Denken wird blockiert, es ist wie bei der Prüfung selbst und das nur, weil durch einen Gedanken eine Assoziation ein altes blockierendes Programm aufgerufen wurde. Haben Sie einmal was schreckliches erlebt, waren Sie in einer unangenehmen oder für Sie peinlichen Situation, dann genügt schon ein Gedanke an das Geschehen oder aber auch nur ein Wort das assoziativ mit der Situation zusammen hängt und schon wird das Programm wieder aktiv. Sie fühlen sich dann wieder wie damals. Sie erkennen zwar, dass da ein Problem besteht, aber Sie konnten es bis jetzt nicht lösen. Wenn wir auf Ereignisse / Programme aus der Vergangenheit fixiert sind, wird unser Leben in der Gegenwart von negativen uns beschränkenden Überzeugungen beherrscht die uns permanent großen persönlichen Schaden zuführen können und die uns daran hindern freie Entscheidungen zu treffen. Frühe Lebenserfahrungen, (besonders negative) vor allem aus der Kindheit, aus einer Zeit in der man naturgemäß noch keine wirkliche Wahlmöglichkeit hatte, sind eine der Hauptursachen für bestimmte, oft auch erst im Erwachsenenalter auftretende Arten von Blockaden bis hin zu Angstzuständen und Depressionen. Aus diesen Blockaden resultieren dann nicht selten auch negative Reaktionen auf Stress (geringe Adaptionsfähigkeit), schwache Selbstachtung, Beziehungsprobleme und mitunter auch Probleme wie Suchtabhängigkeit.
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