Unser Bewusstsein ist eine komplizierte Konstruktion die aus mehreren verschiedenen Teilen besteht. Ein Teil davon ist so alt wie das Leben selbst. Er enthält unser archaisches Erbe - Reaktionsmuster und Mechanismen die unser Überleben sichern sollen. Ein anderer entwicklungsgeschichtlich noch relativ junger Teil, befähigt uns zu logischem Denken und zu kreativem Handeln. In ihm entwickelt sich das wahres ICH, der Kern unserer Wesenheit. Man kann sich das Bewusstsein am besten als runde Kugel vorstellen. Der logisch denkende und zu kreativen Handlungen fähige Teil, das wahre ICH, liegt in der Mitte der Kugel. Der zweite Teil unseres Bewusstseins liegt rund um das ICH und schließt es wie eine Schale ein. In dieser Schale stecken unsere Blockaden und falschen Vorstellungen. Diese Schale kapselt das ICH und somit den Menschen mehr oder weniger in ein begrenzendes, unwirkliches Selbstbild ein. Sie verhindert bzw. beeinträchtigt die Fähigkeit des Menschen sich selbst besser auszudrücken und erfolgreicher zu sein. Was ist ein Programm? Ein Programm ist ein Denk- und / oder Verhaltensmuster, das wir in der Vergangenheit, oft in der Kindheit, bewusst oder unbewusst gebildet oder von andern übernommen haben. Es wirkt aus dem Unterbewusstsein und setzt sich stets gegen den bewussten Willen (den logischen Verstand) durch. Ein Programm ist ein an sich selbständig ablaufender Reaktionsablauf. Wie ein Computerprogramm kann auch jedes unbewusste Programm durch einen Auslöser aktiviert werden. Diese Auslöser der unbewussten Programme sind in den meisten Fällen Assoziationen die mit dem Programm verbunden sind. (Die Fähigkeit zur Assoziation wurde schon von Aristoteles in seiner Schrift „De anima“ untersucht.) In der Psychologie bedeutet Assoziation die gesetzmäßige Verknüpfung von Bewusstseinsinhalten (Worte, Begriffen, Vorstellungen usw.) in der Weise, dass das Auftreten einer Vorstellung, eines Begriffs usw. im Bewusstsein einer Person die damit verbundenen Vorstellungen aber auch unbewussten Programme aktiviert. Wenn mich jemand fragt, was mir zu Skifahren einfällt - welche Assoziationen ich dazu habe, würde ich z. B. sagen: wunderbarer Schnee, Sonne, gute Luft, schöne hohe Berge, warmes Kaminfeuer; süßer heißer Glühwein, Geselligkeit, Spaß, Erinnerungen an einen schönen Urlaub ... Eine andere Person würde - evtl. aufgrund schlechter Erfahrungen etwas ganz anderes bei dem Begriff Skifahren assoziieren: z.B. kalter nasser Pappschnee, frieren, überall nur Berge, lästiges Holz holen für das Kaminfeuer, lieber im Urlaub an den Mittelmeerstrand...
Jede Vorstellung ruft eine andere hervor. Entweder eine Vorstellung die ihr inhaltlich ähnlich ist bzw. auch gegengesetzt ist oder eine weitere, mit der sie gleichzeitig aufgetreten ist. Was einmal zusammen unser Interesse erregt hat, uns angenehm oder unangenehm war, das kehrt auch zusammen wieder. Sie sehen, assoziieren ist ein natürlicher Prozess der nicht nur das Denken ermöglicht, sondern auch unsere unbewussten Erinnerungen hervorholt. Assoziieren ist aber auch ein Prozess der Sie mit Ihren negativen Programmen in Verbindung bringen kann. An dieser Stelle sollte nochmals darauf hingewiesen werden, dass Erinnerungen reine Informationen sind und keine selbständig ablaufenden Programme.
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