Der Begriff "Depression" leitet sich vom lateinischen "deprimere" ab, was soviel bedeutet wie herunterdrücken, unterdrücken bzw. wenig aktiv. Damit ist eine geistige, aber auch körperliche Herabgestimmtheit gemeint. Der depressive Zustand kann sich in einer Vielzahl von Symptomen äußern. In der Medizin wird zumeist von einem "depressiven Syndrom" gesprochen, worunter eine Ansammlung unterschiedlicher Krankheitszeichen verstanden wird. Bei Personen mit ausgeprägten depressiven Zuständen kann man oft einen veränderter Neurotransmitterhaushalt feststellen. Neurotransmitter sind körpereigene chemische Botenstoffe, die an der Weiterleitung von Nervenimpulsen beteiligt sind. Bei Depressiven wurde bei Untersuchungen ein Mangel an den Neurotransmittern Noradrenalin und Serotonin festgestellt. Bei der medizinischen Behandlung der Depression werden Medikamente eingesetzt, die dazu führen, dass die Konzentration dieser Stoffe erhöht wird. Inzwischen wird davon ausgegangen, dass nicht einzelne Veränderungen der Neurotransmitter, sondern eine Störung des Gleichgewichts verschiedener Transmitter ausschlaggebend ist. In neuster Zeit lassen Untersuchungen vermuten, dass ein Virus an der Entstehung affektiver Störungen beteiligt sein könnte. Im Blut von Personen, die an Depressionen oder bipolaren affektiven Störungen litten, konnte ein Virus identifiziert werden, der nur während der Krankheitsschübe aktiv ist. Schlaf wirkt sich auf die allgemeine Stimmungslage aus und diese wiederum auf den Schlaf. Unzureichender Schlaf kann nicht nur zu Müdigkeit und Schläfrigkeit, sondern auch zu Depressionen führen. Umgekehrt können Depressionen die Ursache für Schlafprobleme sein, die sich z. B. in übermäßigem oder auch unzureichendem Schlaf ausdrücken. Schlafstörungen dieser Art können nur behoben werden, wenn sie ursachengerecht behandelt werden.
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